Das Demokratiezentrum Nordrhein-Westfalen (ehemals Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus NRW) ist seit 2008 die zentrale Landesstelle zur Förderung und Koordinierung von Präventionsarbeit gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus sowie jede Form von Menschen- und Demokratiefeindlichkeit. Ziel des Demokratiezentrums ist es, ein dauerhaft tragfähiges Beratungs- und Präventionsnetzwerk zu fördern, das mit staatlichen Regelstrukturen eng zusammen arbeitet.

Seit 2026 erfüllt das Demokratiezentrum NRW seine Aufgaben auf Grundlage des Gesetzes über die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen (LpBG NRW). Es ist unter dem Dach der Landeszentrale für politische Bildung beim Präsidenten des Landtags Nordrhein-Westfalen angesiedelt. Innerhalb dieser Struktur bildet das Demokratiezentrum neben der politischen Bildung einen eigenständigen Aufgabenbereich mit klarem Fokus auf Prävention und Strukturentwicklung.

Als „Landes-Demokratiezentrum“ wird es im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert und setzt gleichzeitig die Aufgaben sowie Ziele auf Grundlage der Förderrichtlinie des Bundesprogramms "Demokratie leben!" um. Das Demokratiezentrum ist Teil eines Netzwerks von Landes-Demokratiezentren in allen 16 Bundesländern. 

Die Arbeit des Demokratiezentrums basiert auf dem gesetzlich verankerten Handlungskonzept gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus, das staatliche und zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure in NRW gemeinsam entwickelt haben. Eine nachhaltige Präventionsstrategie ist neben der konsequenten Ermittlung, strafrechtlichen Verfolgung sowie der breiten Demokratieförderung und -bildung notwendig, um der Ausbreitung, Verfestigung und Dynamisierung von Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus entgegenzuwirken.

Das Demokratiezentrum arbeitet partizipativ und versteht sich als lernende Organisation. Es reagiert flexibel auf gesellschaftliche Entwicklungen und greift aktuelle Herausforderungen aktiv auf. Regelmäßige Vernetzungstreffen, Fachaustausche und Evaluationen sind Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung und Steuerung der Arbeit. Angesichts steigender Beratungsbedarfe, zunehmender Radikalisierung junger Menschen, der wachsenden Bedeutung digitaler Räume sowie einer stärkeren Einbindung von Betroffenenperspektiven richtet das Demokratiezentrum seine Arbeit fortlaufend strategisch neu aus.

 

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