Liebe Leser*innen,
der Gedenktag an die Opfer des Holocaust mahnt uns, die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht als fernes Kapitel der Geschichte zu begreifen, sondern als bleibende Verantwortung für Gegenwart und Zukunft. Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus sind keine Relikte der Vergangenheit, sondern reale Gefährdungen für Menschen und unsere demokratische Gesellschaft. Die Holocaust-Überlebende Tova Friedmann brachte diese Verantwortung in ihrer Rede im Deutschen Bundestag auf den Punkt: „Neutralität im Angesicht des Hasses ist keine Neutralität – sie bedeutet Zustimmung.“ Dieses Zitat ist Erinnerung und Auftrag zugleich: Es fordert uns auf, Haltung zu zeigen, nicht wegzusehen und aktiv für Menschenwürde, Vielfalt und Demokratie einzustehen.
Diesem Auftrag fühlt sich das Demokratiezentrum NRW in seiner täglichen Arbeit verpflichtet. Auch dieser Newsletter macht sichtbar, wie vielfältig Präventionsarbeit, politische Bildung und demokratische Stärkung heute sind – in Forschung und Praxis sowie auf kommunaler, landesweiter, bundesweiter und europäischer Ebene.