Mit Förderung der Betroffenenberatungsstellen Back-Up NRW (seit 2011) in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster sowie der Opferberatung Rheinland (seit 2012) in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln verfügt Nordrhein-Westfalen über ein landesweites Angebot. 

Die Betroffenenberatungsstellen bieten umfassende Unterstützung für Betroffene von rechter, rassistischer, antisemitischer und anderer menschenfeindlich motivierter Gewalt sowie deren Angehörige und Zeug*innen – von Hilfe bei der Antragsstellung für finanzielle Unterstützung bis zur Begleitung vor Gericht gibt es viele individuell abstimmbare Möglichkeiten.

Beraten wird in Fällen von massiver Bedrohung, körperlicher und tödlicher Gewalt. Gewalt wird im engen Sinne in Form von physischer Gewalt und rechten Bedrohungsformen verstanden, die sich massiv auf den Alltag der Betroffenen auswirken. 

Qualitätsstandards

Die Beratung ist kostenlos, vertraulich, parteilich, auf Wunsch anonym und kann örtlich flexibel erfolgen. Das Angebot kann unabhängig von Behörden, Nationalität, Aufenthaltsstatus und ohne Voraussetzung der Stellung einer Strafanzeige in Anspruch genommen werden. Sie orientiert sich an den 2024 aktualisierten „Qualitätsstandards für eine professionelle Beratung“ des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG). 

Monitoring

Seit 2017 erheben beide Beratungsstellen gemeinsam Daten über rechte Gewalttaten in NRW. Das Ziel des unabhängigen Monitorings ist es, ein möglichst umfassendes Lagebild gewaltvoller Angriffe mit rechter, rassistischer, antisemitischer und anderer menschenfeindlicher Tatmotivation zu zeichnen sowie die Perspektiven von Betroffenen bei der Einordnung dieser Gewalttaten zu stärken. Neben der quantitativen Erfassung der Vorfälle werden Fälle und Fallstrukturen analysiert und erweiterte Hintergrundinformationen in einem jährlichen Hintergrundpapier zusammengestellt.

Geförderte Projekte

Die LKS/Stabsstelle fördert aktuell zwei Projekte im Themenfeld „Betroffenenberatung“: 

Evaluation der Beratungsstrukturen gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Nordrhein-Westfalen (2022)

Die LKS hat 2022 einen Bericht zur externen Evaluation der Beratungsstrukturen gegen Rechtsextremismus und Rassismus in NRW durch die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung veröffentlicht. Im Rahmen einer Literaturanalyse setzt sich der erste Teil der Berichts konzeptionell und empirisch mit aktuellen Herausforderungen im Themenfeld Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus auseinander. Der zweite Teil richtet sich auf die Analyse und Bewertung des Umsetzungsstandes der Beratungsstrukturen sowie die Erarbeitung von Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Beratungsangebote. 

Zum Bericht

Die Betroffenenberatungsstellen begreifen sich als Teil des Beratungsnetzwerks gegen Rechts in Nordrhein-Westfalen aus Mobiler Beratung, Opfer-/ Betroffenenberatung und der zivilgesellschaftlichen Distanzierungs-/Ausstiegsberatung

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