mit diesem Newsletter starten wir gemeinsam in das Jahr 2026. Die größte Neuerung: Die LKS heißt nun Demokratiezentrum NRW und ist seit dem 01.01.2026 am Landtag angesiedelt. Ansonsten bleibt Bewährtes bestehen: Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine verlässliche, engagierte und gut vernetzte Präventionsarbeit ist. Unser gemeinsames Ziel, demokratische Werte zu stärken und Antisemitismus, Rassismus sowie Rechtsextremismus entschieden entgegenzutreten, bleibt daher unverändert zentral.
Zum Jahresbeginn tritt ein wichtiger Meilenstein in Kraft: Mit dem am 5. November 2025 verabschiedeten „Gesetz zur Stärkung der Unabhängigkeit und Überparteilichkeit der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen“ wird die Präventionsarbeit erstmals klar und dauerhaft gesetzlich verankert. Damit werden zentrale Forderungen nach sicheren, verlässlichen Rahmenbedingungen, die wir im Handlungskonzept formuliert haben, erfüllt. Die Neuaufstellung der Landeszentrale mit den beiden tragenden Säulen politische Bildung und Präventionsarbeit sowie die Weiterentwicklung der bisherigen Landeskoordinierungsstelle zum Demokratiezentrum NRW schaffen ein stabiles Fundament für die künftige Präventionsarbeit.
Dieses Gesetz ist zugleich Anerkennung und Rückenstärkung für all das, was durch die engagierte Zusammenarbeit vieler zivilgesellschaftlicher und staatlicher Akteur*innen aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung bereits aufgebaut wurde. Die gesetzliche Absicherung der Vernetzung, der Kooperationen, der Förderung und der Beteiligung stärkt nicht nur die Sichtbarkeit der Präventionsarbeit, sondern eröffnet auch neue Chancen für ihre Weiterentwicklung. NRW setzt damit bundesweit Maßstäbe.
Gerade deshalb bleibt für uns Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg. Präventionsarbeit lebt von konstruktivem Austausch, Vertrauen, unterschiedlichen Perspektiven und gemeinsamen Ideen. Auch 2026 wollen wir diesen Weg konsequent zusammen weitergehen, die Arbeit gemeinsam gestalten und offen bleiben für neue Impulse. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen allen – und ausdrücklich auch über Ihre Ideen, Anregungen und Rückmeldungen. Lassen Sie uns die Präventionsarbeit in Nordrhein-Westfalen unter den neuen Vorzeichen weiterhin gemeinsam gestalten und stärken.
Herzliche Grüße Das Team des Demokratiezentrums NRW
Netzwerk
Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus NRW: Alarmierende Jahresbilanz 2025
Das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus NRW hat im Dezember in Düsseldorf seine Jahresbilanz 2025 präsentiert. Die beteiligten Stellen – darunter die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus NRW, die Opfer- und Betroffenenberatungen OBR und BackUp sowie die Ausstiegs- und Distanzierungsberatung NinA NRW – sehen das Land mit wachsenden Herausforderungen im Bereich Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus konfrontiert. Die Organisationen berichten von deutlich steigenden Beratungsbedarfen und einer Verschärfung der gesellschaftlichen Lage.
In der Bilanz weisen die Beratungsstellen auf drei Entwicklungen hin, die aus ihrer Sicht das Jahr 2025 geprägt haben:
Normalisierung rechter Positionen Rechtsextreme, rassistische, antisemitische und queerfeindliche Einstellungen seien 2025 verstärkt im gesellschaftlichen Mainstream sichtbar geworden. Diese Entwicklung verknüpfen die Beratungsstellen unter anderem mit den Wahlerfolgen der AfD bei den Kommunalwahlen in NRW. Ronja Heukelbach (Mobile Beratung) sprach von einer „gefährlichen Normalisierung“ rechter Positionen und warnte vor deren Auswirkungen auf lokale Strukturen wie Schulen und Verwaltungen.
Erstarkende Strukturen und junge Zielgruppen Die Beratungsstellen berichten von einem deutlichen Selbstbewusstseinszuwachs extrem rechter Akteure. Zudem verzeichneten sie eine gezielte Radikalisierung junger Menschen und eine zunehmende Gewaltbereitschaft.
Mehr Anfragen, komplexere Fälle Laut Jahresbilanz ist sowohl die Zahl der Anfragen gestiegen als auch die Schwere der Fälle. Bedrohungen seien unmittelbarer, Übergriffe gewalttätiger und digitale Attacken koordinierter geworden. Besonders im Wahlkampf habe es eine Zunahme digitaler Angriffe gegeben. Fabian Reeker (OBR) hob die „zunehmende Enthemmung der Gewalt“ hervor und machte auf die steigenden Beratungszahlen aufmerksam.
Nach Einschätzung der beteiligten Beratungsstellen führt diese Entwicklung zu einer spürbaren Belastung der Ratsuchenden. Betroffene rechter Gewalt und Anfeindungen berichteten von wachsender Unsicherheit im Alltag, während Fachkräfte, Vereine und Angehörige von Rechtsextremen zunehmend mit komplexen Problemlagen konfrontiert seien. Längere Wartezeiten erschwerten zudem den Zugang zu Unterstützung.
Das Netzwerk verbindet die Jahresbilanz mit der Forderung nach höherer und langfristiger finanzieller Förderung. Zwar begrüßen die Beratungsstellen die politischen Signale zur Absicherung ihrer Arbeit im Jahr 2026, verweisen jedoch darauf, dass eine „dauerhafte und dynamisierte Finanzierung“ notwendig sei, um den steigenden Bedarfen gerecht zu werden. Jonas Stapper (NinA NRW) verwies auf eine „deutlich erhöhte Aktivität“ extrem rechter Gruppen und betonte, dass Ausstiegsarbeit ohne verlässliche Finanzierung gefährdet sei. Auch eine umfassendere Stärkung zivilgesellschaftlicher Demokratiearbeit sei aus Sicht des Netzwerks erforderlich.
Die Pressemitteilung des Beratungsnetzwerks finden Sie hier.
Die Beauftragte Sylvia Löhrmann betont die Wichtigkeit von Präventions- und Bildungsprojekten und zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Vielfalt jüdischen Lebens zu steigern und antijüdischen Vorurteilen entgegenzuwirken. Interessierte Bewerber sind aufgefordert, sich mit ihren Projekten um Fördermittel zu bewerben, um einen signifikanten Beitrag zur Sensibilisierung und Aufklärung in der Gesellschaft zu leisten.
Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA) hat die zweite Ausgabe der Leitfadenreihe „Rassismuskritische Öffnung“ veröffentlicht. Der Leitfaden „Stark gegen Rechts: Jugendverbände gegen rechte Einflussnahme“ zeigt praxisnah, wie rechte Einflussnahme in der Jugendverbandsarbeit erkannt werden kann und welche Handlungsmöglichkeiten Jugendverbände zum Schutz ihrer Strukturen und Engagierten haben.
Der Leitfaden erläutert Formen rechter Einflussnahme in der Jugendverbandsarbeit und zeigt praxisnah, wie Jugendverbände diesen wirksam begegnen können – sowohl innerhalb der eigenen Strukturen als auch bei externen Angriffen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem pädagogischen Umgang mit rechtsoffenen Mitgliedern sowie auf vorbeugenden Strategien zum Schutz von Engagierten und Verbänden. Mit der Leitfadenreihe bündelt IDA seine langjährigen Erfahrungen und ergänzt sein Beratungsangebot zur rassismus- und antisemitismuskritischen Öffnung; die nächste Ausgabe erscheint 2026 zum Thema rassismus- und antisemitismuskritische Stellenbesetzung.
Die Veröffentlichung wird auf dem IDA-Fachtag am 28. Januar in Berlin vorgestellt und ist über die IDA-Website als Printversion sowie kostenfrei als PDF erhältlich.
Um die Arbeit von Multiplikator:innen zu unterstützen, stellt das Projekt Spotlight Methoden zur Bildungsarbeit im Themenfeld Antifeminismus zur Verfügung. Die Methoden sind in der Projektarbeit erprobt und passgenau zum Thema Antifeminismus ausgerichtet. Sie können kostenfrei heruntergeladen und zur Anwendung in eigenen Format genutzt werden.
Die drei bereitgestellten Methoden ermöglichen einen niedrigschwelligen Einstieg ins Thema und eine Auseinandersetzung mit Antifeminismus sowohl in seiner historischen Kontinuität als auch seiner politischen Dimension. Mit einer weiteren Übung kann das Verständnis zu Antifeminismus vertieft und gefestigt werden. Die Methoden können innerhalb eines Workshops genutzt werden oder nur in Teilen Verwendung finden.
Spotlight hat es sich zur Aufgabe gemacht, Antifeminismus in seinen verschiedenen Facetten zu beleuchten. Ein Aspekt ist die Wissensvermittlung zu Antifeminismus, seinen Überschneidungen zu weiteren Ideologien der Ungleichheit und zu antifeministischen Akteur:innen und Bewegungen. In kurzen, niedrigschwelligen Handreichungen bietet das Projekt "Spot on's..." zu Antifeminismus (Definition & Abgrenzung), Tradwives, Manfluencern sowie zu Verschränkungen von Antifeminismus und Antisemitismus.
Rechtsextremismus, Rassismus und Diskriminierung machen auch vor Schulen nicht Halt. Um Antworten auf dieses drängende Problem zu finden, luden die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Sachsen und die britischen Bildungsgewerkschaft NASUWT 2024 zu einem pädagogischen Austausch ein. Gemeinsam sollten konkrete Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit entwickelt werden. Unterstützt und begleitet wurden sie dabei vom Kulturbüro Sachsen e.V., der englischen NGO HOPE not Hate und der Friedlich-Ebert-Stiftung London.
Das Ergebnis dieses Austauschs ist eine digitale Handreichung, die das Kulturbüro gemeinsam mit der GEW im Herbst 2025 veröffentlicht hat. Die Broschüre „Demokratie – Schaffen wir!“ richtet sich an pädagogische Fachkräfte und liefert Hintergrundwissen, Fallbeispiele und Handlungsmöglichkeiten, um demokratische Werte in Schulen zu stärken – eine dringend nötige Unterstützung angesichts des starken Anstiegs rechtsextremer Vorfälle an Schulen.
Der Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) hat in Berlin die Studie „Gewohnt ungleich: Rassismus und Wohnverhältnisse“ vorgestellt. Sie untersucht erstmals umfassend, wie häufig rassistisch markierte Menschen in Deutschland beim Wohnen benachteiligt werden. Die Ergebnisse zeigen laut Forschungsteam deutliche Unterschiede sowohl bei der Wohnungssuche als auch im alltäglichen Mietverhältnis und im Wohnumfeld. Besonders häufig betroffen seien muslimische und Schwarze Menschen.
Grundlage sind Daten aus der fünften Welle des NaDiRa.panels mit 9.512 Befragten (August 2024 bis Januar 2025), ein Feldexperiment mit fiktiven Wohnungsbewerbungen sowie die Verknüpfung mit amtlichen Umweltinformationen. Rassistisch markierte Personen berichten deutlich häufiger, nicht zu Besichtigungen eingeladen worden zu sein (Muslime 35 %, Schwarze 39 %, Vergleichsgruppe 11 %). Das Feldexperiment bestätigt laut Bericht systematische Nachteile: Bewerbungen mit deutsch klingenden Namen erhielten häufiger Rückmeldungen als identische Schreiben mit Namen aus der MENAT-Region.
Die Studie zeigt zudem, dass rassistisch markierte Personen im Schnitt auf weniger Wohnfläche leben, häufiger befristete oder unsichere Mietverhältnisse haben und stärker von Wohnkosten überlastet sind (37 % gegenüber 30 % insgesamt). Sie sind außerdem vermehrt von baulichen Mängeln und höheren Umweltbelastungen betroffen. Beim Wohneigentum bestehen ebenfalls Unterschiede: Schwarze und muslimische Personen besitzen deutlich seltener Wohneigentum.
Auch das subjektive Sicherheitsempfinden fällt ungleicher aus. Muslimische und asiatische Befragte fühlen sich im Wohnumfeld seltener sicher; Frauen grundsätzlich weniger als Männer. Rassistisch markierte Personen berichten häufiger von diskriminierendem Verhalten in der Nachbarschaft. Die Studie verweist zudem auf einen Zusammenhang zwischen Wohnbedingungen und psychischem Stress; muslimische Befragte zeigen die geringste Wohnzufriedenheit.
Der Bericht formuliert mehrere Empfehlungen, darunter einen Ausbau von Beschwerdestrukturen, diskriminierungsfreie Vergabepraxen, stärkere Sicherung bezahlbaren Wohnraums sowie eine vertiefte Datenerhebung. Die vollständigen Ergebnisse veröffentlichte das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM).
Ergänzend zur Ausstellung steht Ihnen ein kostenfrei bestellbares Buch zur Verfügung, das tiefere Einblicke in die Thematik bietet. Dieses Buch mit dem Titel "Ich sehe was, was du nicht siehst: Deutschland— Israel: Einblicke" kann über die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus bestellt werden.
BEQUAS unterstützt kommunale Einrichtungen dabei, Antisemitismus fachkundig zu erkennen, einzuordnen und nachhaltig zu bearbeiten. Das Projekt bietet sowohl präventive als auch reaktive Beratung, entwickelt Fortbildungsformate und begleitet Institutionen auf dem Weg zu eigenen Konzepten und Strukturen gegen Antisemitismus. Angesiedelt bei ADIRA in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Dortmund, profitiert BEQUAS vom engen Austausch mit der jüdischen Zivilgesellschaft sowie von den starken lokalen Präventionsstrukturen in Dortmund.
Als bisher einzigartiges Angebot in NRW stand BEQUAS anfangs vor der Herausforderung, neue Methoden, Netzwerke und Qualifizierungsformate zu entwickeln. Gleichzeitig eröffnet genau dieses Neuland die Chance, modellhafte Ansätze für eine antisemitismuskritische Organisationsentwicklung zu schaffen. Das Demokratiezentrum NRW hat mit den Kolleg*innen im Projekt eigesprochen.
Semiya Şimşek war vierzehn, Gamze Kubaşık zwanzig Jahre alt, als ihre Väter von der rechtsextremen Terrorzelle »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) ermordet wurden. In dem Jugendsachbuch erzählen die jungen Frauen, wie die Morde sie damals aus ihrem bisherigen Leben gerissen haben. Gleichzeitig entwickelten die beiden durch das gemeinsame Schicksal eine ungeheure Kraft, die sie bis heute gegen das Vergessen und für eine Zukunft ohne Ausgrenzung kämpfen lässt. In einem Gespräch stellen die Autorinnen Gamze Kubaşık und Christine Werner das Buch vor.
Das Gespräch findet am Donnerstag, 15. Januar 2026, 18 Uhr im NS-Dokumentationszentrum (Veranstaltungsraum 2. OG, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln) statt. Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00
Auftakt der Vortragsreihe „Zeichen setzen gegen Antisemitismus“
Antisemitismus ist keine Randerscheinung, sondern eine Gefahr für die liberale Demokratie — und in allen Teilen der Gesellschaft verbreitet. Doch wie zeigt er sich im Alltag, welche Rolle spielen dabei auch muslimische Milieus und wie können wir als Gesellschaft gemeinsame Zeichen im Kampf gegen Antisemitismus setzen? Am 15. Januar 2026 findet daher um 18:30 Uhr im Beatrice Strauss Zentrum (Marktstraße 2, 40213 Düsseldorf) eine Abendveranstaltung zum Auftakt der Vortragsreihe „Zeichen setzen gegen Antisemitismus“ satt.
Den Impulsvortrag hält Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Universität Münster). Auf der Grundlage aktueller Forschung werden antisemitische Vorstellungen unter Muslim*innen und ihre Geschichte beleuchtet. Dabei geht es ausdrücklich darum, dieses Phänomen im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu verorten und nicht als „muslimisches“ oder gar „importiertes Problem“ zu betrachten. Im Anschluss diskutieren Stimmen aus jüdischen und muslimischen Kontexten sowie aus Wissenschaft und Politik miteinander: Wie lassen sich die beschriebenen Vorstellungen und Bilder brechen? Wo liegen Chancen für gemeinsame Projekte? Und wie können wir solidarisch einer Gesellschaft entgegenwirken, die Spaltung fördert? Alle Interessierten sind eingeladen, mitzudenken, mitzudiskutieren und gemeinsam Perspektiven für ein respektvolles Miteinander zu entwickeln.
Auf dem Podium diskutieren: Staatssekretär Lorenz Bahr im Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Mouhanad Khorchide, Direktor des Zentrums für Islamische Theologie und Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster, Nina Coenen, Leiterin des Vereins Demokratielotsen e. V., und Ludger Hiepel, Akademischer Rat an der Katholisch-Theologischen Fakultät und seit Juni 2023 Rektoratsbeauftragter gegen Antisemitismus an der Universität Münster.
Praxisnahe Online-Veranstaltungen für Kommunalpolitik und Verwaltung
Im Rahmen des Projekts KommKon und der Gesprächsreihe Kommunal im Gespräch lädt die Bundeszentrale für politische Bildung zu zwei praxisnahen Online-Veranstaltungen im Januar 2026 ein, die sich gezielt an Kommunalpolitiker/-innen sowie Mitarbeitende der kommunalen Verwaltungen richten.
1. Gemeinsam gestalten trotz Gegensätzen? Gelingende Kooperation in Zeiten von Bedrohungslagen und Destabilisierung Angesichts der Gefährdung von demokratisch Engagierten und Mandatsträger/-innen ist systematischer Schutz keine Kür, sondern eine Pflichtaufgabe. Entwickeln Sie gemeinsam Ansätze für kommunale Schutzkonzepte, um durch sektorübergreifende Kooperation präventiv handlungsfähig zu bleiben. • Termin: 16.01.2026 | 13 – 15 Uhr • Anmeldung unter: https://www.bpb.de/veranstaltungen/574009
2. Das „Neutralitätsgebot“ – Schranke für die Verwaltung? Handlungsfähigkeit in der politischen Bildungs- und Demokratiearbeit Wie können Verwaltungen in angespannten Debatten und angesichts von Wahlerfolgen extremistischer Parteien rechtssicher agieren? Wir diskutieren die Anforderungen an Verwaltungshandeln und die demokratische Verantwortung auf kommunaler Ebene. • Termin: 26.01.2026 | 16 – 18 Uhr • Anmeldung bis 23.01.2026 unter: https://www.bpb.de/veranstaltungen/574055
Antimuslimischen Rassismus erkennen – Grundlagen für diskriminierungssensibles Verwaltungshandeln
Die dreistündige Online-Fortbildung bietet eine Einführung in zentrale Fragen diskriminierungssensiblen Verwaltungshandelns mit einem Schwerpunkt auf antimuslimischem Rassismus, seinen Erscheinungsformen und Wirkweisen. Anhand kurzer Impulse, praxisnaher Beispiele sowie Austausch und Vernetzung erhalten die Teilnehmenden erste Orientierung und die Möglichkeit zur Einordnung eigener Fragestellungen. Das Angebot richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Behörden, Ämtern und öffentlichen Einrichtungen, die Grundlagen erwerben und ihre Handlungssicherheit im professionellen Umgang stärken möchten.
Die Online-Fortbildung findet am Dienstag, 24. Februar 2026, 9 –12 Uhr statt. Eine Anmeldung ist bis 6. Februar 2026 über https://www.claim-allianz.de/online-fortbildung/ möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Teilnahmebescheinigung wird ausgestellt. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Selin Aydin (info@claim-allianz.de).
Die Fortbildung ist ein Angebot der CLAIM gGmbH im Rahmen des Modellprojekts „Gemeinsam gegen antimuslimischen Rassismus – Empowerment, Fortbildung und Vernetzung für die Praxis“, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus. Weitere Informationen unter www.claim-allianz.de.
Qualifizierungslehrgang zu Radikalisierungsprävention im Schulalltag
Im April 2026 startet der bereits siebte bundesweite Qualifizierungslehrgang von Clear Vision für schulisches Personal weiterführender Schulen. Die Anmeldung zur Teilnahme ist ab sofort eröffnet. Ziel der Weiterbildung ist die Stärkung einer demokratischen und respektvollen Schulkultur sowie der Aufbau einer systematischen, sensiblen Radikalisierungsprävention im Schulalltag. Der Lehrgang richtet sich an Teams von je zwei Personen pro Schule, idealerweise aus unterschiedlichen Berufsgruppen, um multiprofessionelle Perspektiven zu fördern.
Zwischen April und Dezember 2026 finden insgesamt sieben je zweitägige Präsenzmodule statt – inklusive Übernachtung, Verpflegung, Getränken, Unterlagen und abschließender Zertifizierung. Auftakttermin ist der 27.–28.04.2026 in Dortmund; weitere Termine und Orte sind im Flyer aufgeführt.
Die Veranstaltungsorte werden bundesweit so gewählt, dass eine ausgewogene Anreise möglich ist und sie sich stets in Bahnhofsnähe befinden. Die Gruppe ist auf maximal 20 Teilnehmende begrenzt. Der Lehrgang wird von der Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V. getragen und durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert und zertifiziert; der Eigenanteil beträgt einmalig 450 € pro Person, Reisekosten können nicht übernommen werden.
Am 29. April 2026 findet im Pulsschlag Dorstfeld in Dortmund der Fachtag „Zwischen rassistischer und rechter Normalisierung und Widerstand – Rassismuskritik, Demokratiebildung und pädagogische Praxis/Verantwortung“ (Arbeitstitel) statt.
Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW), der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW (AJS NRW), des Landesjugendrings NRW (LJR NRW) sowie des LVR-Landesjugendamts Rheinland und des LWL-Landesjugendamts Westfalen.
Die Fachtagung lädt Fachkräfte, Multiplikator_innen aus der politischen Bildung und Interessierte dazu ein, aktuelle Entwicklungen zu reflektieren, betroffene Perspektiven sichtbar zu machen und praxisorientierte Ansätze zu diskutieren.
Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung folgen zeitnah. Um Updates zu erhalten, können Sie sich gerne für den Verteiler anmelden: https://forms.office.com/e/ecM4nvSR6f
14. VIR-Trainer*innen-Ausbildung und VIR-Fortbildung
Die 14. Trainerinnenausbildung im VIR-Programm findet vom 19.–22. Mai 2026 im DGB-Jugendbildungszentrum Hattingen statt. VIR („VeränderungsImpulse setzen bei Rechtsorientierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen“) ist ein Qualifizierungskonzept der selektiven Rechtsextremismusprävention. Es umfasst Übungen zur Motivierenden Gesprächsführung, ein Stadienmodell realitätsnaher Veränderungsphasen (TT-Modell) sowie Grundlagen zu Rechtsextremismus, etwa zu Vorurteilen, Rassismus, rechtlichen Aspekten, der „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ und Ein- bzw. Ausstiegsprozessen. Die Ausbildung richtet sich an Fachkräfte der Rechtsextremismusprävention, politischen Erwachsenenbildung sowie an Fachberaterinnen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe; Erfahrungen in Aus- und Fortbildung werden vorausgesetzt.
Da die Nachfrage erfahrungsgemäß höher ist als die Zahl der Plätze, trifft der VIR-Steuerungskreis die Auswahl voraussichtlich Mitte Januar 2026. Mit der Anmeldung soll kurz erläutert werden, inwiefern im beruflichen Kontext eigene VIR-Fortbildungen umsetzbar sind; Tandem-Anmeldungen werden bevorzugt.
VIR-Fortbildung in Herne Vom 9. bis 11. September 2026 bietet der Steuerungskreis eine VIR-Fortbildung in der Akademie Mont-Cenis in Herne an. Sie beinhaltet alle Inhalte und Übungen des Konzepts und zielt auf den Praxistransfer, qualifiziert jedoch nicht zur Weitervermittlung; die Trainer*innen-Lizenz kann später in einem Aufbaulehrgang erworben werden.
Clear Vision: Bundesnetzwerk für demokratische Schulkultur durch den Clearing-Ansatz sucht Projektmitarbeiter:in. Bewerbungsfrist: 30. Januar 2026 Zur Stellenausschreibung
Clear Vision: Bundesnetzwerk für demokratische Schulkultur durch den Clearing-Ansatz sucht Projektassistenz. Bewerbungsfrist: 30. Januar 2026 Zur Stellenausschreibung